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Behandlung

körperliche Aktivitäten sowie Entspannungsübungen unterstützt die Verhaltenstherapie und wirkt angstlindernd

Grafik: de.fotolia.com

Psychotherapie


Mittel der ersten Wahl ist die Verhaltenstherapie. Zunächst wird der Psychotherapeut auf der kognitiven Ebene

auf Ihre unrealistische Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten eingehen und mit Ihnen korrigieren. Individuelle Fähigkeiten und Befähigungen werden gestärkt, die Geringschätzung der eigenen Talente und Leistungen abgebaut.


Im zweiten Schritt werden praktische Übungen in der Gruppe durchlaufen, an denen mehrere Menschen mit Sozialphobie teilnehmen. Über "Rollenspiele" werden Aufgaben vergeben, die Gruppenmitglieder müssen angesprochen werden und "Rede und Antwort stehen".


In der dritten Etappe wird schließlich der Ernstfall geprobt. Die Betroffenen müssen in echte Situationen gehen.


Gelegentlich werden auch als besonders peinlich empfundene Übungen vom Therapeuten verlangt, so genannte Blamierübungen: laut singend durch eine Menschenmenge gehen, bei Sonnenschein mit Regenschirm die Einkaufsstraße passieren usw..


Unterstützend zu einer Therapie gelten körperliche Aktivität sowie Entspannungsübungen (bspw. Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training) als angstlindernd. Die Wirksamkeit wurde sowohl in Kombination als auch ohne medikamentöse Therapie nachgewiesen. Soziale Kompetenzen können zusätzlich in einem Training sozialer Kompetenzen verfestigt werden.


In der psychoanalytischen Behandlung wird versucht, zugrunde liegende psychische Konflikte zu bearbeiten, welche die Angst auslösen sollen. Auch eine eventuell auftretende Schwäche des Strukturniveaus kann Ziel einer Behandlung sein.


Auch kann die Teilnahme an Selbsthilfegruppen, die sich des Problems der sozialen Phobie angenommen haben, nützlich sein.

Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist nützlich

Grafik: creaktivebalance.de

Antidepressiva hilft bei einer sozialen Phobie

Therapie mit Medikamenten


Die soziale Phobie kann auch unterstützend mit Medikamenten behandelt werden. Bewährt haben sich die Antidepressiva Venlafaxin, Paroxetin, Moclobemid, daneben die Anxiolytika Opipramol und Buspiron. Auch Benzodiazepine werden dafür eingesetzt.


Viele Menschen haben bezüglich der Psychopharmaka große Vorurteile, diese sind aber nicht berechtigt. Psychopharmaka regulieren die Biochemie außer Kontrolle geratener chemischer Vorgänge im zentralen Nervensystem. Sie führen nicht zu Persönlichkeitsveränderungen und nicht generell zur Abhängigkeit. Nur die Gruppe der

                                         Benzodiazepine führt bei längerer Anwendung zur

                                         Abhängigkeit, daher werden diese nur zur kurzfristigen 

                                         Behandlung akuter Zustände eingesetzt.


                                         Die besten Therapieerfolge werden bei Ängsten mit der

                                         Kombinationsbehandlung "Medikament plus Verhaltenstherapie"

                                         erreicht. Die Medikamente entspannen den Betroffenen und

                                         machen ihn zugänglich für die Verhaltenstherapie, die Verhaltenstherapie wiederum erhöht die Bereitschaft zur Medikamenteneinnahme.

Grafik: crohns.net